Komplizen für visuelle Kommunikation

Sensibilisierungs-Kampagne gegen Alltagsrassismus für die Stadt Luzern

Grafik Design

Das Projekt «Luzern schaut hin» der Stadt Luzern macht Grenzüberschreitungen sichtbar und fördert die Zivilcourage. Unsere Aufgabe war es, eine Kampagne gegen Rassismus mit einer eigenständigen visuellen Identität zu entwickeln, die sich nahtlos in das Corporate Design der Stadt einfügt. Dabei war unser gestalterischer Ansatz klar: Wir wollten keine Kampagne schaffen, bei der man sich distanziert zurücklehnt und denkt: «Das betrifft mich nicht.» Ziel war es, aufzuzeigen, dass subtiler Alltagsrassismus oft unbewusst in vielen von uns schlummert.

Durch die Konfrontation mit gängigen Rechtfertigungsmustern wie «Heutzutage darf man ja nichts mehr sagen!», «Das war doch nur ein Witz!» oder «Früher haben wir das immer so gesagt!» wird das Publikum direkt in die Pflicht genommen. Das visuelle Konzept setzt darauf, dass man sich bei diesen Sätzen selbst ertappt – nicht um zu belehren, sondern um klarzumachen, dass es nie zu spät ist, tief verankerte Muster zu erkennen und aufzulösen. Die klare typografische Gestaltung sorgt dafür, dass diese unbequemen, aber notwendigen Botschaften im öffentlichen Raum unübersehbar sind.

Die Massnahmen reichen von grossformatigen Plakaten über animierte Social-Media-Posts, von Flyern bis hin zur auffälligen Gestaltung der städtischen Kehrichtwagen. Durch die bewusste Verbindung von provokanten Zitaten und reflektierten Antworten schaffen wir einen Raum für Selbstreflexion, stärken die Zivilcourage und motivieren die Bevölkerung, das Meldetool aktiv zu nutzen.

Kunde
Stadt Luzern

Jahr
2026

Kategorie
Grafik Design

Konzept & Design
Komplizen